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Einmal auftanken bitte!

„Endlich Sommerferien! Ich bin urlaubsreif!“ Diese und ähnliche Sätze wurden in den letzten Tagen sicherlich immer wieder gehört, vielleicht haben wir sie sogar selbst gesagt.


Nach einem langen Schuljahr, einem schwierigen Projekt auf der Arbeit oder dem Stress im Haushalt sehnen wir Menschen uns nach einer Auszeit. Es ist einfach eine Tatsache, dass wir Menschen immer wieder Pausen, Auszeiten, Ferien oder Urlaub brauchen, um Kraft zu tanken. Wer denkt, dass dies eine Begleiterscheinung der Industrialisierung ist, liegt nicht ganz richtig. Sicher haben wir aufgrund der ständigen Erreichbarkeit oder der vielen Termine einen wesentlich stressigeren Alltag als unsere Vorfahren. Aber denoch haben Menschen zu allen Zeiten, an allen Orten schon immer das Bedürfnis nach Ruhe oder einer Auszeit gehabt.


Der erste Hinweis auf dieses Bedürfnis gibt uns Gott, unser Schöpfer, nachdem er die Schöpfung abgeschlossen hatte, führte er einen Ruhetag ein. Immer wieder finden wir in der Bibel Beispiele, in denen Menschen in der Einsamkeit, in der Abgeschiedenheit oder in der Ruhe, Erholung suchten.


Einer dieser Personen war Issak, Sohn des Abrahams, Glaubensvater, von Beruf Wanderhirte und Getreidebauer.

Leerer Tank mit Blick auf ein abendliches Feld

Und Isaak ging hinaus, um auf dem Feld zu sinnen beim Anbruch des Abends; ...

1. Mose 24,63


Der vierzigjährige Isaak befand sich zu Zeitpunkt den der Bibelvers beschreibt in einer schwierigen Lebensphase, er trauerte um den Tod seiner Mutter Sarah. Die Bibel verrät uns nicht, ob es sich bei diesem abendlichen Ausflug auf das Feld um eine Gewohnheit von Isaak handelte. Aber es ist nicht auszuschließen, dass Isaak dieses Ritual in seinem Leben gepflegt, vielleicht sogar von seinem Vater gelernt hatte. Sein Vater Abraham wurde von Gott während einer Offenbarung hinausgeführt und Gott zeigte ihm die Sterne des Himmels, um ihm zu zeigen, wie zahlreich seine Nachkommen sein würde. Vielleicht ist Isaak an einem dieser Abende, wenn er den Abendstern am Himmel sah, diese Verheißung Gottes durch den Kopf gegangen. Die Schlachterübersetzung schreibt an dieser Stelle, dass er auf das Feld ging, um zu beten.


Dieser besagte Abend aber sollte besonders werden. Während Isaak trauernd auf dem Feld betete oder über Gottes Verheißungen nachdachte, hatte Gott eine Überraschung für ihn. Als er gedankenversunken den Kopf hob, sah er die Kamelkarawane des Knechtes Elieser näherkommen. Diese Karawane veränderte sein Leben. Elieser brachte Ihm seine zukünftige Frau Rebecca. Die Bibel berichtet, dass Isaak durch Rebecca über den Tod seiner Mutter getröstet wurde.


Vielleicht bist du gerade jetzt in einer Phase des Lebens, in der du müde bist. Vielleicht geht es Dir so wie Isaak, du musst Rückschläge oder Todesfälle verarbeiten. Nutze die schönen Sommerabende dazu, um „aufs Feld“ zu gehen. Egal ob im Urlaub oder zu Hause, suche die Begegnung allein mit Gott. Vielleicht ist es an der Zeit „nachzusinnen“ über die Vergangenheit oder über die Zukunft. Sprich mit Gott deine Situation im Gebet durch und frage bei ihm um Rat.


Wenn du nach solchen Abenden mit Gott „auf dem Feld“ dein Kopf heben und „aufblicken“ wirst, wirst du die Welt mit anderen Augen sehen. Du wirst sicher den Abend erleben, von dem du sagen wirst, dass du von Gott getröstet worden bist. Wer weiß, vielleicht hat Gott auch eine ganz besondere Überraschung für Dich persönlich vorbereitet. Er wartet nur noch darauf, dass du „aufs Feld“ hinausgehst.

Feld mit sterne am Abendhimmel

So wurde Issak getröstet....

1. Mose 24,66

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